Unser Watenbüttel

„Watenbutle“ („Wohnsitz eines Wato“ oder „feuchterr Wohnsitz“) wird 1170 bzw. 1195 im Zusammenhang mit Landbesitz des braunschweigischen Cyriakuskloster erstmals urkundlich erwähnt. 1318 erhielt die Familie von Bortfeld den Ort, mit Ausnahme eines Hofes, und die Mühle als Lehen. Die Namesendung „-büttel“ deutet auf eine frühmittelalterliche Grundherrensiedlung hin.

Der Siedlungskern lag wohl im Gebiet der heutigen Straße “ Am Okerdüker“, dominiert vom kleinen Kirchhügel. Bei der Belagrung Braunschweigs 1671 durch Herzog Rudolf August wurde die Kirche völlig zerstört. Um 1803 wurde sie wegen Baufälligkeit abgebrochen. Die heutige schlicht Kirche entstand 1804/05 nach Plänen des Herzoglichen Cammerbaumeisters Heinrich Ludwig Rothermundt in klassizistischem Stil. Sie besitz eine vollständig erhaltene Altarkanzelwand im selben Stil.

Der heutige Hof Schrader, Celler Heerstraße 314, war im 16. Jahrhundert Wohnort von Hans Jürgen „Spinnrad“, Bildhauer und Erfinder.

Zwei Kilometer nordwestlich von Watenbüttel liegt das Gut Steinhof, das 1326 erstmal urkundlich erwähnt wird. Seit 1893 ist es Rieselgut der Stadtentwässerungsamt Braunschweigs. Hier befindet sich auch das 1984 gegründete Landtechnik Museum.
Nördlich des Ortes liegt der Okerdüker, mit dem Fluss den Mittellandkanal unterquert.

Dieser Düker war bei der Fertigstellung 1932 der größte Europas.

Unmittelbar südlich von Wattenbüttel liegt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, das nationale Zentrum für präzises messen.

1974 wurde Watenbüttel in die Stadt Braunschweig eingemeindet.

watenbuettel_grund

Quelle: http://www.braunschweig.de/kultur_tourismus/sehenswuerdigkeiten/blik/ensembles/watenbuettel.html

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